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Kann der Autokäufer aufgrund eines Fahrzeugmangels vom Verkäufer einen Vorschuss für Transportkosten verlangen?

Mit Urteil vom 19. Juli 2017, Aktenzeichen VIII ZR 278/16 urteilte der BGH, dass der Käufer eines Fahrzeuges mit Anforderung eines Transportkostenvorschuss ein an die gesetzlichen Anforderungen entsprechendes Nacherfüllungsverlagen ordnungsgemäß gestellt hatte.

 

Gemäß § 281 BGB könne man daher Schadensersatz verlangen, weil erfolglos ein angemessene Fristsetzung zur Leistung gesetzt wurde. Letztlich bedeutet dies, dass der Käufer eines Fahrzeuges vom Verkäufer einen angemessenen Transportkostenvorschuss verlangen kann, wenn der Verkäufer dem Käufer kein mangelfreies Auto verkaufte. Dies wird insbesondere für Käufer interessant, die ihr Fahrzeug weit weg Wohnort kauften und dieses aufgrund der am Fahrzeug vorhandenen Mängel nunmehr zum Verkäufer zwecks Mangelbeseitigung bringen müssen.

Alles in allem ist es daher so, dass der Bundesgerichtshof in Anspruch auf Zahlung eines Transportkostenvorschusses vom Verkäufer in einem solchen Falle bejahte.

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